Alles neu macht der Mai – mal wieder

Die Vögel pfeifen es bereits von den Kölner Dächern: SATZGEWINN, die Kanzlei Grebe und der Unternehmerinnen-Verband Schöne Aussichten organisieren mit der tatkräftigen sowie kreativen Unterstützung von Gabi Linde eine Charity-Party zugunsten der Lesewelten. Die Party wird im November in der Kunstbar stattfinden. Prominente Unterstützung wurde bereits zugesagt, dazu bald mehr …

Was ist noch neu bei SATZGEWINN? Nun, bei unserem Gewinnspiel, das in Kürze online erscheint, können Sie mit etwas Glück ein iPad gewinnen. Alles was Sie brauchen, ist ein Facebook-Profil. Auch hierzu erfahren Sie bald mehr auf unserer Homepage.

Zu guter Letzt freuen wir uns, dass uns das Unternehmen Linguee um fachliches Feedback zu neuen Projekten gebeten hat. Konkretere Infos hierzu folgen ebenfalls schon bald!

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Seltene falsche Freunde

Sie lästern über einen, kaum dass man den Raum verlassen hat. Verbringen nur wegen des vielen Geldes Zeit mit einem. Sie rühren einem Gift in die Suppe oder lassen einen in einer
angeregten Konversation auf Englisch gepflegt auflaufen. Falsche Freunde kennt jeder,
und froh kann man sein, wenn es sich wirklich nur um die aus dem Englisch- oder
Französischunterricht handelt.

Bestens bekannte „False Friends“ sind z. B. aktuell <> actual, bekommen <> become oder
sensibel <> sensible. An dieser Stelle im Blog soll es aber künftig um die falschen
Freunde mit einem gewissen Seltenheitswert gehen.

Den Anfang macht heute ein Exemplar, das erst kürzlich bei der Übersetzung einer
Hotelbeschreibung zutage trat: der gute alte Ottoman amerikanischer Prägung. Dabei
handelt es sich nämlich, anders als bei der deutschen Ottomane, keineswegs um eine
Sofasubspezies, sondern vielmehr um einen gepolsterten Fußhocker, auf dem man
auch sitzen kann (Wikipedia). Nicht auszudenken, was geschehen wäre, hätten sich die
deutschen Hotelgäste auf ausgiebiges Fläzen auf der Ottomane gefreut, nur um dann
bei Eintritt in das Hotelzimmer eines schnöden Melkschemels (gepolstert) gewahr zu
werden. Am Ende hätte vermutlich sogar die Übersetzung nachbearbeitet werden
müssen!

Sachdienliche Hinweise zu weiteren selten gehörten oder gelesenen falschen Freunden können übrigens gerne an uns gerichtet werden – Ihre wahren Freunde bei Satzgewinn.

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Style-Guides

Jedes Unternehmen, das auf internationaler Ebene spielt, ist auf Übersetzer angewiesen. Sei es die Imagebroschüre, die speziell für den russischen Markt zugeschnitten werden muss, das Betriebshandbuch zu einer neuen Maschine, die weltweit verkauft werden soll, oder das firmeneigene Intranet für die Mitarbeiter rund um den Globus – irgendetwas zu übersetzen gibt es fast immer.

Gerade bei größeren Textmengen kommt hier aber ein Faktor ins Spiel, der vielen Auftraggebern oft gar nicht so bewusst ist: die Frage nach der Einheitlichkeit oder „Konsistenz“ von Übersetzungen. So, wie die Kommunikationsabteilung peinlich genau darauf achtet, dass die im Unternehmen gepflegte Ausdrucksweise stets eingehalten wird, brauchen auch Übersetzer ganz konkrete Anweisungen. Zum Einen, damit etwa „Control“ eben nicht in einem Satz mit „Kontrolle“ und im nächsten mit „Steuerung“ übersetzt wird – dafür gibt es Glossare. Zum Anderen muss aber auch die Stilebene klar definiert sein, und hierfür werden Styleguides erarbeitet.

Styleguides regeln neben ganz offensichtlichen Fragen, etwa, ob die Kunden geduzt oder gesiezt werden, oder welche Ausdrücke in der Unternehmenskommunikation auf keinen Fall fallen dürfen, auch jede Menge Kleinigkeiten, auf die man vielleicht nicht so schnell kommt: Zum Beispiel, ob und wie Komposita mit dem Firmennamen gebildet werden dürfen. Ob zwischen Zahl und Währung ein Leerzeichen stehen soll. Ob gerade oder typografische Anführungszeichen verwendet werden. Und und und.

Firmen, die regelmäßig Texte zur Übersetzung herausgeben, müssen sich eingehender mit solchen Fragen beschäftigen und gemeinsam mit ihren Übersetzerinnen und Übersetzern versuchen, stringente Regelwerke aufzustellen. Wenn Sie also einmal Fragen zu diesem Thema haben und wissen möchten, wie Sie Ihre Kommunikation auch in anderen Sprachen konsistent halten können, sprechen Sie uns einfach an – wir sorgen dafür, dass Ihr Unternehmen weltweit mit einer Stimme spricht.

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Lieblingsserien – The West Wing

The West Wing ist eine dieser Serien, die trotz ihres immensen Erfolgs im Ursprungsland (oder auch weltweit) in Deutschland mit Nichtbeachtung gestraft werden. Zugegeben, sie verfügt nicht über den universellen Appeal etwa der (in Deutschland ebenfalls sträflich vernachlässigten) Sopranos – Mafiageschichten mögen alle, doch nicht jeder interessiert sich für Politik, schon gar nicht, wenn’s nicht die deutsche ist. Dennoch ist The West Wing für jeden, der komplexe Storylines und hervorragende Darsteller schätzt und Gefallen an spritzigen Dialogen findet, einen Versuch wert.

In der von Kult-Drehbuchautor Aaron Sorkin ersonnenen Serie dreht sich alles um Potus, also den President of the United States of America, und seinen Beraterstab im Westflügel des Weißen Hauses. Über sieben Staffeln verfolgt der Zuschauer die Geschicke der fiktiven Bartlet-Administration, die offenkundig recht stark an die Clinton-Ära angelehnt ist. Dabei wird das Weiße Haus selbst nur äußerst selten verlassen – stattdessen konzentriert die Serie sich ganz auf Stabschef, Press Secretary, Redenschreiber und ihre Assistenten, denen man praktisch bei der Arbeit, ihren Kämpfen, Strategiesitzungen und manchmal auch Intrigen oder Liebeleien zusehen darf.

Dass das Ganze trotz bisweilen recht trockener, wenn nicht gar abstrakter Themen (– nicht in jeder Folge kann eine State of the Union geschrieben oder ein Attentat auf den Präsidenten verübt werden, manchmal muss es auch einfach um Agrarsubventionen gehen –) über die gesamte Spielzeit hinweg interessant bleibt, ist vor allem dem hervorragenden Drehbuch zu verdanken. Es gibt wohl keine andere Serie, in der sich die Protagonisten derart „durchkomponierte“ Rededuelle liefern. Das liegt manchmal zwar schon hart an der Grenze zum „Ausgedachtklingen”, doch nimmt man den Figuren – alles schließlich extrem intelligente Typen – ihre rhetorische Brillanz eigentlich immer ab.

Einer der Hauptkritikpunkte an The West Wing ist sicherlich, dass die Serie häufig wie der Wunschtraum eines US-Democrats rüberkommt. Tatsächlich fragt man sich angesichts der bilderbuchhaften Integrität von Präsident Bartlet (gespielt von Martin Sheen) und seinen Vertrauten oft, wie eine solche Mannschaft es überhaupt bis an die Spitze geschafft haben soll. Trotzdem: The West Wing ist glänzende Unterhaltung und lehrreich, ohne belehrend zu sein. Und gerade für Dolmetscher und Übersetzer, die sich aus Interesse oder von Berufs wegen Politvokabular aneignen oder sich mit US-Politik und den entsprechenden Institutionen auseinandersetzen müssen, ist die Serie einfach perfekt, um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

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Bau Dir Deinen eigenen Brotkasten …

… wäre vermutlich selbst für Hersteller von Do-it-yourself-Brotkästenbastelsätzen ein seltsamer Werbeslogan. Tatsächlich handelt es sich hier aber um etwas ganz anderes – so übersetzte nämlich ein Teilnehmer einer Studie zu englischen Werbebotschaften den YouTube-Claim „Broadcast yourself“. Diese und viele andere Fehlübersetzungen und -interpretationen, die in der Studie zutage traten, beweisen eines: Englische Slogans kommen beim deutschen Rezipienten nicht an. So wurde „Come in and find out“ beispielsweise mit „komm rein und finde wieder heraus“ übersetzt, „Live unbuttoned” mit „Leben ohne Knöpfe“. Auch wenn die Studie schon ein paar Tage alt ist – für alle, die sie noch nicht kennen und mal herzhaft lachen möchten, hier ein etwas ausführlicherer Artikel zum Thema: Unverständliche Werbeslogans

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Satzgewinn wünscht frohe Weihnachten!

Die Geschenke sind verpackt, die Plätzchen gebacken, der Baum ist geschmückt, und alle Türchen am Adventskalender stehen sperrangelweit offen. Unser Büro hingegen schließen wir jetzt für den Rest des Jahres ab – aber natürlich nicht, ohne zuvor allen Kunden, unseren Kollegen, Familien und Freunden ein schönes Weihnachtsfest zu wünschen und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir bedanken uns herzlich für die Zusammenarbeit und Treue  in diesem Jahr und hoffen, Sie bleiben uns auch 2012 gewogen.

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Ulrich Blumenbach

Das erste Mal, dass ich ganz bewusst mit dem Beruf des Übersetzers konfrontiert wurde, war, als ich als Jugendlicher den großartigen Roman „Ich raube, also bin ich“ von Tibor Fischer las. Das Werk ist mit Wortspielen, Neologismen, Witzen und Anspielungen nur so gespickt, und am Ende findet sich tatsächlich – was ja wirklich selten ist – eine kurze Danksagung seines Übersetzers: Ulrich Blumenbach. Zu behaupten, diese Begebenheit sei für meine Berufswahl ausschlaggebend gewesen, wäre ziemlich übertrieben, beeindruckt war ich aber schon. Und merkte mir den Namen Blumenbach und griff immer wieder gern zu, stand er am Buchanfang hinter „Aus dem Englischen von“.

Restlos angetan war ich dann von David Foster Wallaces „Unendlicher Spaß“. Wobei das natürlich auch am Buch selbst liegt. Aber die Übersetzung ist tatsächlich fast ebenso ehrfurchteinflößend. Da an zahlreichen anderen Stellen bereits umfassend auf das Buch, seinen Autor und den Übersetzer Blumenbach eingegangen wird, hier nur für alle Sprachbegeisterten und Vielleser die ganz dringende Empfehlung, mal ein paar der Blumenbach-Übersetzungen auszuprobieren, allen voran natürlich den unendlichen Spaß.

Als kleine Zusatzlektüre sei dringend dieses Interview mit dem Übersetzer empfohlen, in dem er auf Foster Wallace ebenso zu sprechen kommt wie auf die Arbeit des Literaturübersetzers (und vor allem die leider haarsträubend ungerechte Entlohnung dafür). Sehr, sehr interessant!

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Lieblingsmodeblogs

Modeblogs als Inspirationsquelle haben konventionellen Fashion-Magazinen längst den Rang abgelaufen. Die A-Blogger von einst sind mittlerweile selbst große Stars und sitzen in den Front Rows Seite an Seite neben den mächtigen Vogue-Chefredakteurinnen Anna Wintour oder Anna del Russo. Der Einfluss der Blogger geht sogar soweit, dass IT-Bags nach ihnen benannt werden – wie die BryanBoy Bag von Marc Jacobs.  Und auch in der Alltagssprache haben Blogs längst ihre Spuren hinterlassen. Ein schönes Beispiel ist sicherlich  der allgegenwärtige Dutt, der gerne auch als Bloggerinnen-Knödel bezeichnet wird.
Die tonangebenden Mode-Blogs sind zweifelsohne TheStylerookie, Stylebubble, Facehunter, Show me your wardrobe … Unsere Faves: aus Deutschland natürlich LesMads, aus Frankreich Garance Doré bien sûr und Whattowear aus den USA. Doch nichts geht selbstverständlich über den Gottvater aller Fashion-Blogs Scott Schumann und den Sartorialist.

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Translatinghiphop.de

Ein Gemeinschaftsprojekt des Goetheinstituts und des Hauses der Kulturen der Welt. Ob sich Raptexte wirklich adäquat übersetzen lassen, wer weiß … aber das noch sehr junge Projekt klingt schon einmal durchaus interessant. Und wo wir gerade beim Thema sind: Raptexte (wenn auch nur seine eigenen) entschlüsselt auch „Hiphop’s CEO“ Jay-Z auf sehr ansprechende Weise in seinem Buch Decoded.

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Wörterbuch Mode

Gerade als Modeübersetzer ist es wichtig, immer up to date zu sein und die In-Begriffe der Saison im aktiven Wortschatz präsent zu haben. Einschlägige Online-Wörterbücher sind da leider oft keine Hilfe und Print-Ausgaben noch weniger. So gilt es also laufend, sich die Trend-Begriffe anhand von Fashion-Magazinen zu erarbeiten. Muss man aber mal wirklich eine Kragenform oder einen Rockschnitt nachschlagen, sind die beiden Publikationen von  F. Volker Feyerabend „Fashion- Formen und Stile der Mode“ sowie „Mode-Accessoires“ wärmstens zu empfehlen. Dank der tollen Illustrationen ein Augenschmaus und tatsächlich eine Hilfe. Leider nur auf Englisch/Deutsch erhältlich– was, da die vorherrschende Sprache in der Mode-Industrie ja immer noch Französisch ist, etwas bedauerlich ist.

 

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